Neues Emschertal

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Emscher und ihre Nebengewässer "geopfert", um das Schmutzwasser des Ruhrgebiets zu transportieren. Dieses System baut die Emschergenossenschaft seit Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Zwischen dem Quellgebiet in Holzwickede und der Mündung in den Rhein bei Dinslaken werden aus Schmutzwasserläufen saubere Bäche, wird das Abwasser durch unterirdische Röhren fließen bzw. fließt es bereits wie am Emscheroberlauf bis Dortmund-Deusen. In diesem Teilstück ist die Emscher seit 2010 abwasserfrei.

Wie verändert dieses große Projekt das Ruhrgebiet, wo sehen wir noch das alte, wo schon das neue "Emschertal"? Ein "Tal", das es im engeren topographischen Sinne gar nicht gibt, das vielmehr die Vision eines neuen Raums ist, der weit über die Ufer des Flusses und die Freiflächen des Emscher Landschaftsparks hinausgeht. Das "Neue Emschertal" bezieht Wohnsiedlungen, Infrastruktur, Gewerbegebiete und Industrieanlagen der Region mit ein - und natürlich die Menschen, die dort leben.

Ausgehend von einem Seminar an der VHS Essen beschäftigen sich die "Emscherfotografen" mit diesen Fragen. Ich habe meine dort entstandenen Bilder mit solchen ergänzt, die ich bereits auf meinen diversen Touren durchs Revier fotografiert habe. Und immer, wenn ich Zeit habe, geht die Suche weiter.

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